|
Die Salzkiste
Auf ein langes Bestehen und eine historische Vergangenheit kann
der jetzige “Lindenhof” zurückblicken. Besitzer um 1900 war der Gastwirt Karl Gras. Nach dessen Tod führte seine Frau Lena den Betrieb weiter, die dann später den Ziegler Johann Hogen
heitratete. Hogen Lena war ein resolute Frau, dieses beweist die Tatsache, daß man vom Ziegler Johann Hogen sagte, der sei jetzt in Kost, Pflege und Reinigung bei Hogen Lena. Die Wirtschaft hatte
damals nur etwa die jetzige halbe Größe, und Hogen Lena führte außer geistigen auch noch einige Lebenmittel. Wenn abends die Gäste die “Karten droschen” und wie so oft kein Ende
finden konnten, saß Lena hinter dem Tresen auf der Salzkiste uns strickte Strümpfe. Daher wurde das Lokal auch die “Salzkiste” genannt.
Im Jahre 1908 kaufte Johann
Woge, allgemein “Klammködel” genannt, das Anwesen für 20.000 Mark. Dieser Johann Woge war zu seiner Zeit ein überaus aktiver Geschäftsmann, war er es doch, der auch die
Radrennbahn mitgründete wie auch in Eversten einen Zoobetrieb, “Jan Woges Teirpark”. 1910 ging seine Wirtschaft in den Besitz von Gerhard Ripken über, der 1911 den Saal erbaute.
Seit 1912
ist der bekannte “Lindenhof” im Besitze der Familie Brüggemann. Wenn Brüggemanns Met` an`s Erzählen kam, tauchte noch so manche schöne Erinnerung aus der guten alten Zeit auf, wo ein
viertel Liter Bier noch 10 Pfg. und der Schluck 5 Pfg. kostete.
Nach dem Tode von Frau Meta Brüggemann übernahmen der Sohn Heinrich und Frau Ella die Gaststätte, um sie später von
Schwiegersohn Manfred Lorenzen und Frau Doris geb. Brüggemann bewirtschaften zu lassen. |